Was sind Planetenstunden
Die kurze Antwort: Planetenstunden teilen den Tag und die Nacht jeweils in 12 gleich lange Abschnitte, wobei jede Stunde von einem der sieben klassischen Planeten in der chaldäischen Reihenfolge beherrscht wird. Wie die Stunden berechnet werden, wie man den Herrscher der aktuellen Stunde findet und warum dies eher eine Tradition als eine Wissenschaft ist.
Planetenstunden sind eines der ältesten Systeme der Zeiteinteilung, das uns aus der antiken Astrologie überliefert wurde. Sie werden oft im Zusammenhang mit Magie, religiösen Praktiken und Kalendern erwähnt, aber nur wenige erklären, wie das System tatsächlich funktioniert. Lassen wir es Schritt für Schritt klären.
Was ist eine Planetenstunde?
Eine Planetenstunde ist keine Stunde im üblichen Sinne des Wortes. Anders als eine normale Stunde, die immer 60 Minuten dauert, ist eine Planetenstunde ein Zwölftel des Tages oder der Nacht.
- Tagesstunden: Der Tag von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang wird in 12 gleich lange Abschnitte geteilt.
- Nachtstunden: Die Nacht von Sonnenuntergang bis zum nächsten Sonnenaufgang wird ebenfalls in 12 gleich lange Abschnitte geteilt.
Das ergibt 24 Planetenstunden an jedem Tag, aber ihre Länge ändert sich im Laufe des Jahres: Im Sommer sind die Tagesstunden länger als die Nachtstunden, im Winter — umgekehrt. Nur am Äquator liegen sie fast immer nahe bei 60 Minuten.
Jede Stunde ist einem der sieben klassischen Planeten zugeordnet: Saturn, Jupiter, Mars, der Sonne, Venus, Merkur und dem Mond.
Wie Planetenstunden berechnet werden
Die Formel ist einfach:
- Nimm die Zeiten von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang für einen bestimmten Ort.
- Teile die Länge des Tages durch 12 — das ergibt die Tagesstunden.
- Teile die Länge der Nacht (von Sonnenuntergang bis zum nächsten Sonnenaufgang) durch 12 — das ergibt die Nachtstunden.
Deshalb unterscheiden sich die Planetenstunden zum selben Zeitpunkt von Stadt zu Stadt: Sie hängen von Breitengrad, Längengrad und Datum ab. In polaren Breiten, wo die Sonne tagelang nicht unter- oder nicht aufgeht, wird ein besonderer Modus verwendet — Polartag oder Polarnacht.
Die chaldäische Reihenfolge und die Herrscher des Tages
Die Stunden folgen aufeinander in der chaldäischen Reihenfolge: Saturn → Jupiter → Mars → Sonne → Venus → Merkur → Mond, danach wiederholt sich die Abfolge.
Die erste Tagesstunde gehört immer dem Planeten, der den Wochentag beherrscht:
| Wochentag | Planet |
|---|---|
| Sonntag | Sonne |
| Montag | Mond |
| Dienstag | Mars |
| Mittwoch | Merkur |
| Donnerstag | Jupiter |
| Freitag | Venus |
| Samstag | Saturn |
Übrigens kommen daher die Namen der Wochentage in vielen Sprachen: Der Sonntag ist der Tag der Sonne, der Montag ist der Tag des Mondes, der Samstag ist der Tag des Saturn.
Wie man Planetenstunden auf lunar.day nutzt
Auf der Seite für Planetenstunden deiner Stadt findest du:
- Die aktuelle Stunde — welcher Planet sie gerade beherrscht und wie viel Zeit bereits vergangen ist.
- Die Herrscher von Tag und Nacht — die Planeten, die die Tag- und Nacht-Abfolgen eröffnen.
- Eine Tabelle mit allen 24 Stunden — mit Beginn und Ende jeder Stunde in Ortszeit.
- Die Zeiten von Sonnenaufgang, Sonnenuntergang und dem nächsten Sonnenaufgang für dein Datum.
Die Daten werden aus den präzisen astronomischen Koordinaten deiner Stadt berechnet, und die Zeiten werden an deine Zeitzone angepasst.
Planetenstunden sind eine Tradition, keine Wissenschaft
Es ist wichtig, das zu verstehen: Planetenstunden sind keine wissenschaftliche Methode der Zeitmessung. Es ist ein traditionelles System mit alten astrologischen und religiösen Wurzeln. Die Berechnungen selbst verwenden präzise astronomische Daten, aber die Zuordnung von Herrscherplaneten zu den Stunden ist eine Konvention der Tradition. Auf lunar.day kennzeichnen wir diesen Bereich ehrlich als esoterisch: Nutze ihn als kulturelles Erbe und ein interessantes Werkzeug, nicht als Leitfaden für Entscheidungen.
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